Beratung nach Themenzentrierter Interaktion (TZI)

Themenzentrierte Interaktion nach Ruth C. Cohn ist ein pädagogisch-therapeutisches Gruppenarbeitsmodell, das durch die Balance von Individuum(Ich), Gruppe(Wir), Thema(Es) und Umfeld (Globe)im engsten und weitesten Sinn gekennzeichnet ist.

 

Es ermöglicht lebendiges Lernen als partnerschaftlich-kooperativen Prozess, ist offen für vielfältige humanistische Arbeitsmethoden und bietet so Lehrenden und Lernenden Raum, sich mit ihren Interessen und Wünschen selbst und gegenseitig wahrzunehmen und am Thema zu arbeiten.

 

tzi

Die Werte der TZI sind in folgenden Axiomen formuliert:

  • Der Mensch ist eine psycho-biologische Einheit und als solche Teil des Universums. Er ist autonom(eigenständig) und interdependent(allverbunden). Autonomie wächst mit dem Bewusstsein der Interdependenz.

 

Das Bewusstsein unserer universellen Interdependenz ist die Grundlage  humaner Entscheidungen.

  • Ehrfurcht gebührt allem Lebendigen und seinem Wachstum. Respekt vor dem Wachstum bedingt bewertende Entscheidungen. Das Humane ist wertvoll; Inhumanes ist wertbedrohend.
  • Freie Entscheidung geschieht innerhalb bedingender innerer und äußerer Grenzen. Erweiterung dieser ist möglich.

 

Aus diesen Werten, sowie aus der Forderung, die Realität und nicht Dogmen als Autorität anzuerkennen, ergeben sich zwei Postulate als allgemeine Handlungsanweisungen:

  • Sei dein eigener Chairman, der Chairman deiner selbst, d.h. a) Sei dir deiner inneren Gegebenheiten und deines Umfeldes bewusst. b) Nimm jede Situation als Angebot für deine Entscheidungen. Nimm und gib, wie du es verantwortlich für dich selbst und andere willst.
  • Beachte Hindernisse auf deinem Weg, deine eigenen und die von anderen. Störungen haben Vorrang. Ohne ihre Lösung wird Wachstum erschwert oder verhindert.

 

Die Umsetzung dieser Postulate im lebendigen Lernprozess einer Gruppe wird durch Hilfsregeln unterstützt.

Die interaktionelle Diskussion bedarf einer Gruppenleiterin, die zugleich Partizipantin ist, d.h., wie jede andere Teilnehmerin als eigene chairperson ihre Gedanken und Gefühle einbringt und Verantwortung für die Funktion der dynamischen Balance zwischen Ich-Wir-Es übernimmt. In dieser Aufgabe ist sie zugleich chairperson der Gruppe und Hüterin der Methode – TZI.