Ideen- und Zukunftswerkstätten

Zukunftswerkstätten sind meist eintägige oder mehrtägige Veranstaltungen, mit dem Ziel, wichtige kommunikative Prozesse anzustossen, um zu kreativen Entscheidungsfindungen zu gelangen.

Das Spektrum der Zukunftswerkstatt reicht unter anderem von Lernwerkstatt, Problemlöse- und Ideenfindungswerkstatt, Strategiewerkstatt bis hin zur Kommunikationswerkstatt. Die Methode der Zukunftswerkstatt umfasst bei uns auch ganzheitliche Ansätze wie gruppendynamische Übungen, Rollenspiele und konfliktbearbeitende Techniken. Räume, vor allem Denk- und Fühlräume sollen sich dabei öffnen, um neue Wege ausprobieren zu können.

Umfang

Die Gruppengröße für eine Zukunftswerkstatt sollte 25 Teilnehmer_innen nicht überschreiten. Idealer sind 15 bis 20 Teilnehmende. Nach Möglichkeit sollen zwei Moderator_innen die Zukunftswerkstatt begleiten.

 

Das Thema

Zukunftswerkstätten können für verschiedene Themenbereiche angewendet werden. Wichtig ist es, dass die genaue Themen- bzw. Problemformulierung von den Teilnehmenden vorgenommen bzw. präzisiert wird.

 

Das Ziel

Der gesamte Prozeß der Zukunftswerkstatt zielt darauf ab, die Teilnehmenden unterstützend zu begleiten, sich ihrer Ideen, Probleme, Wünsche und Konzepte bewusst zu werden und diese zu formulieren, um so die Methode als Katalysator oder Hilfsmittel zu benutzen, um neue kreative Ideen für bestehende Probleme zu entwickeln.

 

Wir sind als Moderation nicht allwissend, belehrend und steuernd, sondern wir begleiten prozessunterstützend. Die Arbeitsweise bsteht aus Phantasie und Kritik, Intuitivität und Rationalität, Diskussion und ein ab und zu entspannt in sich gehen.

 

 

Die Phasen der Zukunftswerkstatt

 

Die Zukunftswerkstatt gliedert sich in drei Hauptphasen, sowie einer vorbereitenden und nachbereitenden Phase:

 

Vorbereitung

Wichtig dabei ist, genau herauszufinden, wer Interesse an dem Prozess hat, um welches Problem es sich genau handelt und mit welchem Hintergrund die Zukunftswerkstatt stattfinden soll, wo und wie lange (2-3 Tage haben sich als sinnvoll erwiesen).

 

Phase 1: Kritik, Analyse des Bestehenden

Hier wird von den Teilnehmenden Unmut, Kritik, negative Erfahrungen zum gewählten Thema geäußert, die Interessenslage wird mit der Frage: Was mißfällt uns, was haben wir zu kritisieren?

neu- bzw. umdefiniert, präzisiert oder erweitert. Dies sollte möglichst frei von Zwängen sein. Es geht dabei weniger um eine Analyse der Probleme, als um eine Bestandsaufnahme für die Weiterarbeit. Anschließend wird herausgearbeitet, welche Probleme und Kritikpunkte die wesentlichen sind. Diese werden zu Problemaussagen zusammengefasst, diskutiert und konkretisiert, damit eindeutig geklärt ist, was sie beinhalten. Zum Abschluss der Phase 1 erfolgt die Prioritätensetzung der angesprochenen Problembereiche. Frage: Welche Kritikthemenkreise interessieren uns, welche möchten wir lösen und weiterverfolgen?

 

 

Phase 2: Utopie und Phantasie

Hier ist die Kreativität und das Utopische jedes/r Einzelnen gefragt. Hier darf und soll fantasiert werden. Begonnen wird mit der Formulierung von positiven Zielaussagen. Dann geht es in die Rumspinnphase, die Spaß macht und die Phantasie anregt. Alleine, dann in Kleingruppen

entsteht ein Brainstorming, das in einem synergistischen Arbeitsprozeß mündet,

der dann der gesamten Gruppe vorgestellt wird. Die Gesamtgruppe macht aus den Einzelergebnissen Lösungskonzepte in Form von „Ideenpaketen“. Diese Ideenpakete werden dann bewertet und unter der Fragestellung: „Was ist von den Ideen, Erfindungen, Phantasien in den Entwürfen für uns neu, faszinierend, originell?“ für die nächste Phase entwickelt.

 

 

Phase 3: Strategie und Verwirklichung / Praxis

Hier werden die ersten beiden Phasen verknüpft. Die in der Utopiephase gewonnenen Ideen und Konzepte werden wieder in den Kontext des Alltags gestellt, d. h. es wird eine nüchterne kritische Betrachtung der Utopien vorgenommen, indem abgeschätzt wird, was realisierbar ist. Vor- und Nachteile werden untersucht. Der nächste Schritt besteht in der Ausführung und Realisierung der ausgewählten Lösung. Eine klare Planungsarbeit beginnt. In arbeitsteiligen Kleingruppen werden verschiedene Stufen der ausgewählten Lösungskonzepte detailliert ausgearbeitet und zwar unter den Fragestellungen:  „Was wollen wir konkret tun? Wie wollen wir es anfangen? Wer kann uns dabei unterstützen? Wo soll das Projekt entstehen? Wann beginnen wir?“

 

 

Nacharbeit:

Die Moderation sorgt dafür, dass folgende Fragestellungen auch weiter bearbeitet werden: „Wie geht es weiter mit dem Gesamtprozess? Gibt es einen möglichen Fortgang der Werkstattarbeit und wenn ja wie?. Werden neue, ggfs. kontinuierliche Treffen vereinbart?“