Teamentwicklung

„Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“(Christian von Ehrenfels)

„Wenn eine/r allein träumt, ist es nur ein Traum. Wenn viele gemeinsam träumen, ist das der Anfang einer neuen Wirklichkeit“ (Friedrich Hundertwasser)

Teams entstehen nicht zufällig. Sie erfordern eine Entwicklung über einen Zeitraum. Um ein Team zu werden braucht es Zeit und Geduld. Eine Gruppe, die zum Team wird, durchläuft ganz bestimmte Entwicklungsphasen. Diese sind:

  • Orientierungsphase (forming),
  • Konfrontationsphase (storming),
  • Kooperationsphase (norming),
  • Wachstumsphase (performing).
  • Auflösungsphase (adjourning)

 

In einer Analyse der vorhandenen Strukturen, Arbeitsabläufe, Beziehungsebene und Kulturen wird herausgearbeitet, „wo der Schuh drückt” und welcher Weg in die Zukunft führt.

Besonderes Augenmerk richten wir auf die Rollen und Rollenverteilungen im Team.

Dabei unterscheiden wir drei Teamtypen: den sachorientierten, kommunikationsorientierten oder handlungsorientierte Teamtyp. Diese drei Typen werden dann nochmals differenzierter betrachtet: Machende, Umsetzende, Perfekte, Erfindende, Beobachtende, Widertändige, Kritische, SpezialistInnen.

Das Hauptanliegen ist den Kontakt herzustellen, zuerst zu dir, deinem Gegenüber, zur Gruppe, zum Team. Die Verbindung, die entsteht, ist der Schlüssel für konstruktive Teamarbeit. Es bringt Dynamik und Integration.

Wenn Teams gemeinsam ein Problem erarbeiten, geschieht dies in den meisten Fällen durch Kommunikation untereinander. Diese Kommunikation kann verbal oder nonverbal stattfinden.

Die Kommunikation im Team lebt davon, dass die Beteiligten wechselseitig die Rollen von Sprechenden und Zuhörenden übernehmen.

Verbale Kommunikation äußert sich durch hörbare gesprochene Sprache. Nonverbale Kommunikation durch Körpersprache, Zeichen, Gesten und Symbole.

Wir unterstützen das Team die verbalen und nonverbalen Ebenen der Kommunikation sichtbar und spürbar zu machen. Dies führt zur Verbesserung von Selbst- und Fremdwahrnehmung und es entsteht Kontakt.

 

Wenn ein Team von Anfang an eine Konfliktkultur entwickelt, ist es sehr viel leichter, aufkommende Konflikte konstruktiv zu bewältigen. Wir können euch/ihnen beratend in der Entwicklung eurer/ihrer Konfliktkultur begleiten. Ziel einer gelebten Konfliktkultur soll es sein, unnötige Konflikte und Verletzungen zu vermeiden. Jede/r Beteiligte soll wissen, welche Regeln gelten. Außerdem soll das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zum positiven Umgang mit Konfliktsituationen entwickelt werden. Wichtig ist, dass die Konfliktkultur gelebt und immer wieder an konkreten Fällen auf ihre Brauchbarkeit hin überprüft wird.

Ein großer Teil der Teamarbeit findet in bzw. durch Besprechungen statt, in denen

Probleme analysiert, Entscheidungen gesucht und kreative Lösungen angestrebt

werden. Ziel ist es, diese Besprechungen möglichst konstruktiv zu gestalten.

Bei der Teamentwicklung setzen wir Aufstellungen ein, um die Positionen und Arbeitsaufgaben im Team zu klären, um Konflikte zu lösen und Klärung zu finden, falls das zu bearbeitende Projekt nicht zufrieden stellend voranschreitet. Dabei fördert die Aufstellungsmethode das Verständnis für die Teamprozesse und die anderen Teammitglieder erheblich.

Oft wird der Begriff Team durch andere Synonyme, wie z.B. Kollegium, Komitee, Gremium ersetzt oder mit Gruppenarbeit gleichgesetzt. Ein Team ist zwar auch eine Gruppe, aber nicht jede Gruppe ist ein Team. Teams können von Gruppen anhand folgender Kriterien unterschieden werden:

  • Ein Team ist in der Regel eine Kleingruppe, bei der alle Mitglieder unmittelbar, d. h. von Angesicht zu Angesicht, in Kontakt treten.
  • Es wird als eine relativ dauerhafte oder zumindest für einen längeren Zeitraum gebildete Arbeitsgruppe definiert.
  • Es handelt sich hierbei also um eine zielorientierte Gemeinschaft.
  • Der Arbeitsstil eines Teams ist durch kooperatives Interagieren und kollektive Verantwortung gekennzeichnet.
  • Im Gegensatz zur Gruppe ist ein Team meist eine hierarchieübergreifende kleine funktionsgegliederte Arbeitsgruppe.

Ein Team ist durch einen ausgeprägten Gemeinschaftsgeist („teamspirit“) und eine relativ starke Gruppenkohäsion geprägt.